Refit von Nuepi - SY Nuepi

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Refit

Hier wollen wir die wesentlichen Schritte / Arbeiten zeigen die nötig waren bzw. die wir machten um das Schiff in den von uns angestrebten Zustand zu bringen. Viele Kleinigkeiten werden nicht zur Sprache kommen, es wäre einfach zu viel. Es war, ist eine jahrelange Arbeit und sie wird auch nie ganz zu Ende sein. Ein Schiff erfordert immer die ein oder andere Arbeit um wirklich in gutem Pflegezustand zu sein. Das muß es aber, schließlich hängt der Erfolg jeder Reise auch von der Zuverlässigkeit des Schiffes ab. Das gehört auch zur guten Seemanschaft.

Mancheiner wird fragen warum das solange gedauert hat. Nun, da wir ja berufstätig sind können wir immer nur in unserem Urlaub am Schiff arbeiten. Das sind also so ca. 4 bis 6 Wochen im Jahr. Meistens waren wir zweimal jährlich dort. Im Mai / Juni und im Sommer, meistens August / September. Ab und an an haben wir auch einfach Urlaub gemacht. Immer nur ein paar Tage und Sonntags. Auch das muß sein, irgendwann braucht jeder mal Ruhe und Entspannung. Und so dauert es halt. Für uns ist es so okay.

Ich habe mich entschlossen die Reihenfolge so zu gestalten, das die neuesten Einträge oben stehen. Für die älteren Einträge und Bilder bitte nach unten scrollen.

Viel Spaß beim schmökern!
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In diesem Jahr waren wir nur einmal in Monfalcone. Im Juli. Es war gnadenlos heiß. Mittags war an arbeiten nicht zu denken. Trotz Plane und Schatten war es viel zu heiß. Bei jeder Bewegung floß der Schweiß in Strömen. Wir haben daher das Arbeiten in die frühen Morgenstunden und in den Nachmittag und Abend verlegt. In der Mittagshitze machten wir das einzig vernünftige - Siesta.
Wie immer nach der Ankunft erstmal reinemachen, einräumen und einkaufen. Rundgang und schauen ob alles in Ordnung ist oder ob Schäden eingetreten sind. Aber alles war gut. Dann Plane als Sonnenschutz aufbauen.
Nachdem wir im Jahr vorher das Überwasserschiff fertig hatten, war die Aufgabe jetzt das Unterwasserschiff fertigzustellen. Das heißt, den Rumpf unter der Wasserlinie zuerst mit Wasser reinigen. Dann von Hand anschleifen. Den Schleifstaub runter waschen und schließlich alles mit Aceton reinigen. Die Capitana hat dann die Wasserlinie abgeklebt.   Fertig für zwei Lagen Teerepoxyd - von Hand mit der Walze. Schließlich den Primer und dann drei Lagen Antifouling. Fertig!
Während ich mich dem Rumpf widmete, hat die Capitana innen Hölzer lackiert und Deckenpanele neu bezogen und repariert.


2014

Mai - Juni 2014
Zusammenfassung unserer Arbeiten und die Bilder dazu.
Im Wesentlichen habe wir die Luken rund ums Schiff und die Fenster rund um den Salon renoviert. Innen und außen. D.h., die alten Scheiben und Innenverkleidungen abbauen und den Stahl darunter entsprechend bearbeiten.
Also schleifen, schleifen....
Wie auf den Bildern zu sehen hat es sich aber gelohnt.

Die Holzverkleidungen der Frontscheiben haben wir komplett neu angefertigt. Also Holz gekauft und zugeschnitten anschließend mit Bootslack mehrfach gestrichen. Alle Hölzer innen werden mind. 3 x lackiert. D.h. lackieren, schleifen, lackieren usw.  Stark beanspruchte Hölzer und Holz außen entsprechned öfter, 5 - 6 mal. An den Seiten haben wir die vorhandenen Hölzer aufgearbeitet, geschliffen und neu lasiert / lackiert.

Nervige Arbeit ist das entfernen von Silikon. Grrrrrrrrrrrr....

Die Scheiben haben wir mit Tikal farblos eingeklebt und anschließend vorsichtig verschraubt. Es ist darauf zu achten, daß keineLufteinschlüsse verbleiben und die Dichtmasse möglichst gleich dick unter den Scheiben ist.  Wir werden sehen wie dicht alles in Zukunft ist / bleibt.

Dann hat unser Freund Wolfgang die Backskiste wunderbar auf Vordermann gebracht. Diese wieder installiert. Sieht gut aus.

Die Luken für die Bordwände haben wir gereingt und wieder eingebaut. Neue Dichtungen gekauft, für das achtere WC die Dichtung wie im Logbuch beschrieben geschnitzt.
Das putzen der Rahmen ist sehr zeitaufwendig, lohnt aber. Geputzt haben wir mit den handelsüblichen Reinigern, feinem Schleifstahlwolle und Lappen.

Folgende Materialen haben wir verwendet:

Zum abdichten von Kabeldurchführungen etc. im Stahl verwenden wir Kaltmetall. Dito zum verspachteln von Unebenheiten. Hierzu verwenden wir auch Watertide.
Blankes Metall grundieren wir über Wasser mit Zinga. 2 Lagen.  
Als Vorstreichfarbe verwenden wir Prekote, mind. 2 Lagen.
Den Endanstrich machen wir mit Toplac, i. d. R. 3 Anstriche.

Werkzeuge:

Grober Rost wird mit Hammer und Meisel entfernt. Dann kommt die Nagelscheibe dran.  Anschließend mit Schleifmaschine oder von Hand die Feinarbeit.
Vorallem die Nagelscheibe ist ne prima Sache. Dauert zwar etwas ist aber effektiv. Entrostet wirklich bis auf das blanke Metall.


September 2014
Für die nötigen Arbeiten am Rumpf Gerüst aufgebaut.
Am Bugspriet und am Heck ( Badeplattform ) kleine Rostflecken entfernt und mit Zinga 2 x grundiert.
Luken zerlegt, Korpus, Innen- und Aßenringe. Alles gereinigt und mit Stahlwolle wieder zum glänzen gebracht.
Dichtungsringe naß und mit einer Spende aus der Bordküche (Olia Extra Vergine di Olivia) geputzt. Schrauben und Hutmuttern teilweise gereinigt.
Luken zusammengebaut, Scharniere und Schrauben mit Ballistol geölt, Verschlußklappen eingestellt.
Luke im Salondach leider undicht - repariert.
Lufthutzen inne 2 x mit Hammerit gestrichen.
Die Lukenausschnitte in den Bordwänden entrostet, geschmirgelt, wo nötig gespachtelt und innen wie außen 2 x mit Zinga grundiert. Anschließend mit Vorstreichfarbe und Endfarbe gestrichen.
Problem das achtere Bad. Dort waren aufgrund eines früheren "Remplers" einige Dellen und Unebenheiten die nur schwer auszugleichen sind. Ist auch nur teilweise gelungen.
Holzverkleidungen Salonfenster abgeschliffen (240/320 Papier) und lackiert.
Für das achtere Bad die Dichtung "geschnitzt", hat 4 (!) Stunden gedauert.
Deckenpanele in der Achterkabine angebracht. Teilweise mit neuem Belag bezogen.
Das Überwasserschiff komplett abgeschmirgelt und anschließend mit einem Schwamm abgewaschen. War nötig, um den altanstrich für die nächste Lage Pox Barrier vorzubereiten.
Zu guter Letzt noch das gesamte Überwasserschiff mit Aceton gereingt.
Unterwasserschiff abgeklebt und alle bereits eingebauten Luken (diese haben wir wegen Regenwetter dringelassen) ausgebaut um den vorletzten Anstrich aufzubringen.
Mit Pox Barrier gestrichen - Regen droht - Wutausbruch beim Kapitän - Überwasserschiff ist jetzt grau. 1 Eimer Farbe mußte  auf 4 Portionen aufgeteilt nd mit Härter angemischt werden.
Jetzt sollte eigentlich der Schlußanstrich in Blau kommen. Aber, oh Schreck, der Härter ist eingetrocknet!! Also mit Lieferant telefonieren, neuen Härter bestellen und im Oktober nochmal kommen!
Mist!
Also bei den anderen Aufgaben weitermachen. Eingebaute Luken mit dem Wasserschlauch auf Dichtheit testen. Drei Luken undicht. Dichtungen ausgetauscht, jetzt nur noch die Luke an der Navi undicht. Also wieder ausbauen, mit Gummischlauch und Brett wieder zugemacht und auf Dichtheit getestet.
Gerüst zerlegt und an Bord gelagert, Anhänger beladen und alles für die Abreise vorbereitet.

Was oft vergessen wird - vor diversen Arbeiten muß die Umgebung mit Tüchern, Folien oder Planen abgedeckt werden. Auch Nachbarschiffe um diese für Staub und Farbsprizern zu schützen.
Am Abend dann ausschütteln, aufräumen usw. Alles recht aufwendig und zeitraubend.

Heimfahrt am 27.9.2014.

Oktober 2014
Dritter Arbeitseinsatz diese Jahr. Härter wurde pünktlich nach Hause geliefert.
Freunde, Hans und Susanne, sind mit uns gekommen um beim streichen zu helfen.
Leider hatte ich am rechten Arm eine Schiene und konnte nicht wirklich mitarbeiten.
Verwendet wurde ein 2-Komponentenlack den wir jetzt per Walze und Pinsel gestrichen haben.


Verwendete Materialien:
Luken mit feiner Stahlwolle, Lappen und Metallcremes gereinigt.
Grundierungen bei Rostreparaturen über Wasser auf Stahl ist Zinga.
Unterwasser 2-Komponenten Zinkstaub.
Alle Beschichtungen Unter- und Überwasserschiff sind 2-Komponeten Lacke.
Gekauft nach guter Beratung und viel Informationen sammeln beim Antifoulingshop.
Aceton - nicht aus dem Baumarkt, sondern Industrieaceton.
Bootslack für die Innenhölzer.
Rückblick - fürs Sandstrahlen mußten ja alle Luken raus. Alle Luken wurden mit einer Holzplatte (Presspan) abgedichtet. Darunter haben wir eine Gummiplatte aus altem LKW-Schlauch eingebaut.
Hat all die Jahre 100% dichtgehalten. Zäh und doch gut zu verarbeiten und dicht.
Vorstreichfarbe innen Precote.
GFK-Spachtel Watertide und Yachtcare.
Kaltmetall.
Hammerit - Versuch










 









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